potenziale kreativ nutzen
Sie sind hier: Startseite » Berufseinstieg » Bewerbung

Formfehler vermeiden

Die wichtigsten Formfehler:

Immer wieder werden bei der schriftlichen Bewerbung Formfehler gemacht, die zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem »Bewerbungsrennen« führen. Da können Sie noch so flott formuliert und überzeugend argumentiert haben über Formfehler wird nicht hinweggesehen. Deshalb sollten Sie die wichtigsten formalen Standards unbedingt berücksichtigen.
Hier unsere allgemeinen Empfehlungen für die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen:

• Verwenden Sie für Ihr Bewerbungsanschreiben und alle weiteren Textseiten gutes weißes oder auch dezent getöntes Papier (z. B. grau, beige —bitte keine knalligen, schrillen Farben), unliniert im DIN-A4-Format, das Sie natürlich nur einseitig beschreiben.

• Auch eigenes Briefpapier mit Namen und Anschrift (gedruckt, dezentes Design) ist durchaus empfehlenswert; und mit einem modernen PC und Drucker lässt sich ein Briefkopf auch selbst problemlos gestalten.

Benutzen Sie für das Bewerbungsanschreiben und die übrigen von Ihnen verfassten Unterlagen
möglichst keine Schreibmaschine, sondern einen PC mit gutem (Laser-/Tintenstrahl-) Drucker. In größeren Städten bieten Fotokopiergeschäfte den Service an, Ihre Unterlagen direkt von der Diskette bzw. USB Stick in Top-Qualität auszudrucken. Übrigens: Wir empfehlen, für Ihre Texte keinen Block-, sondern Flattersatz zu verwenden, weil das lebendiger wirkt.

• Für Ihre Unterschrift raten wir Ihnen zu konservativem Königsblau aus einem Füllfederhalter oder Tintenschreiber. Rot, grün oder schwarz kommen eher schlecht an. Nicht selten vergessen Bewerber/innen die Unterschrift unter Anschreiben und Lebenslauf.

• Für die Gesamtheit Ihrer Unterlagen gilt: Nicht radieren, durchstreichen oder mit Tipp-Ex korrigieren. Auch wenn's mühsam ist, auf jeden Fall neu schreiben bzw. korrigiert neu ausdrucken.
Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung müssen absolut korrekt sein. Bitten Sie deshalb Freunde, Eltern oder den Lehrer, Ihre Unterlagen zu lesen. Vier Augen sehen mehr als
zwei...
• Achten Sie auf eine übersichtliche, klare Gliederung (Absätze!).

• Wichtig sind eine gute Platzeinteilung und angemessene Ränder (ca. 4 cm links, ca. 3 cm rechts), korrekter Umbruch, keine »Löcher« in den Zeilen oder an deren Ende.

Flecken, Eselsohren, zerknülltes Papier fallen extrem negativ auf, aber alles in Klarsichtfolien »einzuschweißen« ist auch keine Lösung. Noch schlimmer: alle Unterlagen in eine einzige Hülle zu zwängen, aus der sie der/die Personalchef/in dann nur mühsam hervorzerren kann.

Das Anschreiben liegt lose, gesondert obenauf, die restlichen Unterlagen kommen in eine adäquate Bewerbungsmappe. Hier bieten sich schöne, moderne Präsentationssysteme und -mappen wie z. B. Thermoschnell- bzw. Spiralbindungssysteme mit Klarsichtfolien- und Kartondeckel an. Ähnliche Effekte erzielt man auch schon mit einer Plastikkonzeptschienenhalterung. In Bürofachgeschäften gibt es in jedem Fall eine große Auswahl. Fotokopierläden haben inzwischen auch viele Bindungssysteme anzubieten, die sehr attraktiv wirken. Suchen Sie sich das zu Ihnen passende System aus und bedenken Sie auch: Weniger ist oftmals mehr!

• Für die Anlagen gilt: Je wichtiger die Unterlage bzw. das Dokument, desto weiter vorn abheften.

• Verwenden Sie unbedingt nur gute, neue Fotokopien (nicht solche, denen man eine mehrfache Postreise bereits ansieht). Möglich sind auch Kopien auf dezent getöntem Papier.

• Achtung: Verschicken Sie bloß keine Original-Zeugnisse oder -Bescheinigungen (nur Anschreiben, Lebenslauf und ggf. eine Handschriftenprobe müssen im Original eingereicht werden).

Machen Sie unbedingt Fotokopien von allen Unterlagen, die Sie verschicken, damit Sie nach sechs oder gar zehn Wochen noch wissen, was man wo von Ihnen weiß bzw. auf dem Tisch hat.

Verwenden Sie für die postalische Zusendung aller Unterlagen einen stabilen, rückenkartonierten DIN-A4-Umschlag (meistens braun; viel ästhetischer, aber etwas schwieriger zu bekommen, ist allerdings weiß; Steigerungsmöglichkeit: mit Adressenfenster!). Achten Sie auf die korrekte Umschlaggestaltung — keine innovativen Experimente bei Adresse, Absender, Briefmarkenpositionierung (bloß keine Aufkleber, egal ob für Frieden, Umwelt oder Weihnachten). Professionell wirken maschinengeschriebene Adressen- und Absenderetiketten (bzw. auch ein Absenderstempel).

• Versandart: Ganz normal, nicht Express, auf keinen Fall per Einschreiben-Rückschein oder Wertbrief Zwangscharakter). Wichtig: die richtige Frankierung.

Bevor Sie alles abschicken, empfiehlt sich ein letzter Check durch eine von Ihnen ausgewählte »Personalkommission«.

• Wenn Sie am Ort Ihrer Bewerbung bzw. in der Nähe wohnen, haben Sie vielleicht die Möglichkeit, Ihre Unterlagen dem Entscheidungsträger zu überbringen, d.h. persönlich abzugeben. Fragen Sie sich im Unternehmen bis zur richtigen Stelle durch. Nutzen Sie die Gelegenheit für ein Schwätzchen mit der Sekretärin — nicht selten hat auch sie bei der Einstellung von neuen Azubis »ein Wörtchen« mitzureden, zumindest kann sie den ersten Eindruck von Ihnen an die Entscheidungsträger weiterleiten.