Anforderungsprofil
Die nachfolgend beschriebenen Anforderungen an die sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter werden in den meisten Betrieben erwartet:
Zusammenarbeit mit Kollegen/innen
Identifikation mit der Aufgabe / gemeinsame Aufgabenbewältigung
- arbeitet zuverlässig und eigenverantwortlich an seiner Teilaufgabe - engagiert sich bei Problemen und Fehlern für deren Behebung
- ist auch ohne Anwesenheit des Vorgesetzten leistungsbereit und arbeitet zielbezogen - achtet darauf, dass die Aufgabenverteilung so erfolgt, dass sich die Fähigkeiten der Kollegen/innen im Team gegenseitig ergänzen - motiviert die Kollegen/innen hinsichtlich Zusammenhalt und Aufgabenbewältigung - führt bei Abweichungen die Gruppe auf das Aufgabenziel zurück
- springt ein, unterstützt Kollegen/innen, behebt deren Fehler
- zeigt sich loyal gegenüber Firma und den Kollegen/innen
- ist an einem guten Gruppenergebnis interessiert
Fachliche Kommunikation mit Kollegen/innen
- hört zu - fragt nach
- stimmt sich mit Kollegen/innen bezüglich der Arbeit ab
- informiert über Stand seiner/ihrer Arbeit (z.B. bei Übergabe)
- gibt Wissen weiter
- gibt ein fachliches Urteil ab
- vertritt Arbeit/Arbeitsergebnis nach außen (Vorgesetzte, Kunden)
Integration in die Arbeitsgruppe
- fügt sich in die Gruppe ein – keine Außenseiter, kein Chefgehabe - packt mit an
- zeigt Bemühungen, sich in die Gruppe zu integrieren
- respektiert als neue/r Mitarbeite/in Rolle und Status erfahrener Mitarbeiter/innen
- wenn erforderlich, übernimmt er/sie Arbeiten für andere
- übernimmt auch unangenehme Arbeiten
- interessiert sich für die Gruppe und fördert den Zusammenhalt
- zeigt sich kooperativ bei der Aufgabenverteilung, bei Dienstplänen, Urlaubsregelung - zeigt Gesprächsbereitschaft bei Konflikten
Akzeptanz anderer Gruppenmitglieder
- lässt die Meinung des/der Anderen gelten - akzeptiert Schwächen (übersieht sie, gleicht sie aus, stellt sie nicht an den Pranger) - hilft, springt ein, übernimmt im Bedarfsfall die Arbeit des/der Anderen
- ist um Ausgleich bemüht
- zeigt keine egoistische Haltung (was kümmert mich der Andere...)
- wertet Andere nicht ab
- lästert nicht über Kollegen/innen
Freundlichkeit, Kommunikationsbereitschaft
- hat einen freundlichen Umgangston - freundliche, zugewandte Mimik - offene, zugewandte Haltung - spricht Andere an - teilt sich mit - holt sich Information von Anderen
- ist im Kontakt weder zu offensiv noch zu zurückhaltend
Zusammenarbeit mit Vorgesetzten
Kommunikation mit Vorgesetzten
- hört zu - hält Blickkontakt - fragt nach
- meldet sich bei Problemen, bei Auftragserledigung
- gibt Rückmeldung über seine/ihre Fähigkeiten (das kann ich, das nicht)
- nach anfänglicher Zurückhaltung freundlicher, ungezwungener Umgang mit Vorgesetzten
Akzeptanz von Anweisungen
- handelt nach Anweisung - hält Rücksprache bei zu treffenden Entscheidungen - reagiert sofort auf veränderte Anweisungen
- verfolgt keine unabgesprochenen Arbeitsstrategien
- diskutiert nicht über Anweisungen
Betriebliche Hierarchie
- beachtet und respektiert die Hierarchieebenen im Betrieb - akzeptiert jüngeren Chef - akzeptiert Frau als Chefin
- respektiert Vorgesetzte - erkennt und beachtet innere Hierarchie einer Arbeitsgruppe
Motivation und Eigeninitiative
- denkt mit - handelt eigenverantwortlich - hat Ideen und zeigt Eigeninitiative (Verbesserungen, Neues...)
- ist motiviert, zeigt Freude am Beruf
- macht Zusatzarbeit
Arbeitstugenden
- zuverlässig - ehrlich - pünktlich
- flexibel
- Interaktiv
- sich einfügen
Kooperationsverstöße
vermeidet Kooperationsverstöße wie - krank machen - unentschuldigt fehlen
- widersprechen, sich nicht einfügen
- sich passiv verhalten, vor der Arbeit flüchten
- lügen
Umgang mit Kunden/innen
Einfühlsame Kommunikation mit Kunden/innen
- ist höflich (Grüßen, Bedanken, sich entschuldigen) - ist freundlich, hält Blickkontakt
- lässt erkennen: „der Kunde ist König“
- achtet darauf, dass sich der Kunde wohlfühlt
- geht auf Kunden zu, fragt nach dessen Wünschen
- bleibt sachlich bei Kritik des Kunden
- akzeptiert berechtigte Kritik
Fachliche Kommunikation mit Kunden/innen
- zeigt seine Fachkompetenz im Rahmen seiner Möglichkeiten und Rolle gegenüber Kunden - verweist bei Beratungen/Problemen auf den Vorgesetzten, zuständigen Mitarbeiter/in
Respekt der Privatsphäre des Kunden
- ist zurückhaltend bei Arbeiten in der Wohnung des Kunden - fragt um Erlaubnis (Rauchen, Telefonieren, Toilettenbenutzung)
Firmenschädigendes Verhalten
vermeidet firmenschädigendes Verhalten wie - sich gegen Kunden überheblich zeigen
- Streitgespräche mit Kunden führen
- Firma vor den Kunden schlecht machen
- mit Kunden über andere Kunden reden
Zurück
Umgang mit Kritik
Kritisierbarkeit
- kann Fehler eingestehen und Kritik akzeptieren - (falls angebracht) entschuldigt sich - beherzigt die Kritik und setzt sie um
- macht eigenständige Lösungsvorschläge zur Fehlerbehebung
- (falls möglich) macht Fehler wieder gut
Kritikverarbeitung
- verarbeitet Kritik differenziert und unterscheidet zwischen Sachkritik und persönlicher Kritik - ist in der Lage mit dem Kritisierenden angemessen zu kommunizieren, wenn er sich zu Unrecht kritisiert fühlt (Metakommunikation) - sieht in Kritik auch eine Hilfe und Lernmöglichkeit - bleibt arbeitsfähig und ist nicht nachtragend, wenn Kritik überzogen wurde
Kritikfähigkeit
- äußert sachlich und konstruktiv Kritik - begründet seine Kritik nachvollziehbar - macht Verbesserungsvorschläge
- hütet sich vor verletzenden oder beleidigenden Äußerungen.
Umgang mit Kommunikationsregeln
Situationsangepasste Höflichkeit
- grüßt (als Ankommender), zurückgrüßen - verabschiedet sich - benutzt situationsangepasst die üblichen Höflichkeitsformen (bitte, danke..)
Anpassung an den betriebsspezifischen Kommunikationsstil
- erkennt und passt sich an den Umgangston an - greift Gesprächsthemen auf
Äußeres Erscheinungsbild
Berufs- und statusentsprechendes Bild
- kleidet sich berufs- und statusentsprechend - kleidet sich sauber und ordentlich - Haare ordentlich
- trägt keine aufdringlichen Accessoires
- achtet auf Körperhygiene
Arbeitskleidung
- hält die Arbeitskleidung in Ordnung - wechselt Arbeitskleidung regelmäßig
Wertehaltung
Persönliche Werte und Einstellungen
- geht mit seinen – prinzipiell ihm überlassenen - Werten und Einstellungen so um, dass sie den Betriebsfrieden nicht stören
Toleranz
- zeigt als Mitglied eines multikulturellen Arbeitsteams Toleranz und Akzeptanz für unterschiedliches Aussehen, kulturellen und religiösen Einstellungen und Haltungen
Extremistische und diskriminierende Haltungen/Einstellungen
- zeigt keine radikalen politischen oder religiösen Einstellungen
Soziale Zuverlässigkeit
Allgemeine betriebsinterne Regelungen
- kennt und hält sich an Betriebs-/Hausordnung - hält sich an die Raucherregelung - meldet sich ab
Arbeitszeit
- hält die Arbeitszeiten ein, ist pünktlich - ist bei Bedarf zu Mehrarbeit bereit
Krankheit
- kennt und hält sich an die Regelungen für den Krankheitsfall
Urlaub
- plant und stimmt Urlaub mit Vorgesetzten und Kollegen ab
Informelle Kontakte
Rückzug und Absonderung
vermeidet Rückzug und Absonderung, wie - sich isolieren, sich zurückziehen - verschlossen sein, sich nicht mitteilen - nie an Feiern teilnehmen
Pausengestaltung
- es besteht ein breiter Spielraum zur individuellen Pausengestaltung
Betriebsfeste
- nimmt an Betriebsfesten wie Weihnachtsfeier, Betriebsausflug... teil
Private Feste
- beteiligt sich an privaten Festen wie Geburtstag, Hochzeiten... von Kollegen/innen
